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(30) Sicherungspolitik und Finanzderivate


Als international operierendes Unternehmen ist HUGO BOSS im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit Risiken aus der Änderung der Wechselkurse und Zinssätze ausgesetzt. Zur Reduzierung solcher Risiken werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Es werden ausschließlich marktgängige Instrumente mit ausreichender Marktliquidität genutzt. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente unterliegt HUGO BOSS internen Richtlinien und Kontrollmechanismen.

Im Rahmen der Nutzung derivativer Finanzinstrumente ist HUGO BOSS dem Risiko des Ausfalls der jeweiligen Kontrahenten ausgesetzt. Diesem Risiko wird dadurch begegnet, dass Abschlüsse ausschließlich mit Kreditinstituten sehr guter bis guter Bonität getätigt werden.

In den wichtigsten Kernmärkten ist HUGO BOSS mit Tochtergesellschaften vertreten. Diese vertreiben Produkte innerhalb eines bestimmten Gebietes an lokale Kunden. Für die daraus entstehenden Aufträge ordern die Tochterunternehmen ausschließlich im Konzern.

Hierbei werden die konzerninternen Aufträge in der Regel in der lokalen Währung des jeweiligen Tochterunternehmens abgerechnet, um das Wechselkursrisiko bei der HUGO BOSS AG in Deutschland zu konzentrieren. Das Wechselkursrisiko ergibt sich aus Zahlungsströmen in lokaler Währung der Tochterunternehmen und dem Euro als funktionaler Währung der HUGO BOSS AG sowie dem Schweizer Franken als funktionaler Währung der HUGO BOSS Industries (Switzerland) Ltd. und HUGO BOSS Shoes & Accessories S. A., Schweiz. Die Sicherungsgeschäfte werden zentral vom Konzern Treasury abgeschlossen.

Um die erwarteten Zahlungen der Tochterunternehmen partiell oder vollständig gegen die beschriebenen Wechselkursrisiken abzusichern, nutzt HUGO BOSS derivative Finanzinstrumente. Hierbei kommen in erster Linie Devisentermingeschäfte sowie Devisenoptionen zum Einsatz.

Abgesichert werden insbesondere erwartete Zahlungsströme aus den Ländern, in denen HUGO BOSS in wesentlichem Maße operativ tätig ist. Hierzu gehören die USA, Japan, Großbritannien, die Schweiz, Kanada und Australien.

Die Laufzeiten der eingesetzten Devisentermingeschäfte und -optionen betragen bei Abschluss maximal 18 Monate, in der Regel aber zwölf bis 15 Monate. Die erwarteten Zahlungsströme resultieren hauptsächlich aus konzerninternen Umsätzen, deren Eintritt innerhalb von 18 Monaten erwartet wird.

HUGO BOSS ist der Ansicht, dass der Einsatz von derivativen Fremdwährungsinstrumenten die vorstehend beschriebenen Risiken reduziert, und bedient sich derartiger Instrumente ausschließlich zur Risikoabsicherung.

Die nachfolgende Aufstellung zeigt die Nominalbeträge und die Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente:

 

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2006

 

2005

in TEUR

 

Nominal- werte

 

Markt-
werte

 

Nominal- werte

 

Markt-
werte

Währungssicherungsgeschäfte

 

110.424

 

–884

 

100.940

 

–949

Zinssicherungsgeschäfte

 

26.576

 

21

 

29.598

 

189

 

 

137.000

 

–863

 

130.538

 

–760

Die angegebenen Nominalwerte stellen die Summe aus Kauf- und Verkaufsbeträgen dar.

Die Marktwerte der Derivatgeschäfte sind als sonstige Vermögensgegenstände aktiviert bzw. als sonstige Verbindlichkeiten passiviert. Sie berücksichtigen keine gegenläufigen Wertentwicklungen aus Grundgeschäften. Ferner entsprechen die Marktwerte nicht notwendigerweise den Beträgen, die zukünftig unter aktuellen Marktbedingungen erzielt werden.

Daneben sind in den sonstigen Vermögenswerten bzw. Verbindlichkeiten Marktwerte aus Geschäften zur Absicherung von Zinsrisiken mit einem Marktwert von 21 TEUR (Vorjahr: 189 TEUR) enthalten.

In den dargestellten Marktwerten aus derivativen Finanzinstrumenten resultiert ein Teilbetrag in Höhe von –673 TEUR (Vorjahr: –358 TEUR) aus Vermögenswerten, die als zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte klassifiziert werden.

Zum 31. Dezember 2006 werden nach Abzug latenter Steuern negative Effekte aus der Marktbewertung von Finanzinstrumenten in Höhe von –119 TEUR (Vorjahr: –690 TEUR) ergebnisneutral im Eigenkapital abgegrenzt.


 
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